Prokrastinations-Typen-Test

Prokrastinationstyp-Test

Welcher Prokrastinations-Typ bist du?

Beantworte die Fragen ehrlich auf einer Skala von 1–10

Ich vermeide Aufgaben, wenn ich Angst habe, kritisiert oder verletzt zu werden.

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Ich brauche Zeitdruck, um mich wirklich motiviert zu fühlen.

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Ich recherchiere und plane so lange, bis ich kaum ins Handeln komme.

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Ich schiebe Gespräche oder Mails hinaus, wenn sie unangenehm sein könnten.

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Unter Deadline-Druck habe ich plötzlich kreative Energie.

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Ich fürchte, eine falsche Entscheidung könnte alles ruinieren.

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Dein Prokrastinations-Profil

Deine Neigung verteilt sich so:

Vermeider
Adrenalin-Junkie
Zögerer

Hinweis: Typen sind nicht starr – je nach Situation können alle drei Anteile variieren.

Zur wissenschaftlichen Fundierung

Die drei von Joseph Ferrari (1992) beschriebenen Prokrastinationstypen – Vermeider, Adrenalin-Junkie und Zögerer – sind vor allem heuristische Kategorien. Sie helfen, Muster im Aufschiebeverhalten zu erkennen. Empirische Studien, u. a. von Piers Steel (2007), zeigen jedoch, dass diese Typen in großen Stichproben nicht als stabil trennbare Faktoren bestehen. Stattdessen deuten Befunde darauf hin, dass Prokrastination ein mehrdimensionales, situationsabhängiges Konstrukt ist, das von Emotionen (z. B. Angst vor Kritik), motivationalen Faktoren (z. B. Belohnungsaufschub) und kognitiven Verzerrungen (z. B. Entscheidungsparalyse) beeinflusst wird.

Der hier vorliegende Test erfüllt keine diagnostische Güte im streng klinischen Sinn, sondern hat Selbstreflexionscharakter. Er ist objektiv in der Durchführung (klare Instruktionen, standardisierte Antwortskalen) und bietet eine gewisse Reliabilität (Wiederholbarkeit), da gleiche Fragen in gleicher Form vorgelegt werden. Die Validität ist eingeschränkt, da das Konzept der Typen empirisch nicht stabil ist. Dennoch hat er heuristischen Wert: Er kann Menschen helfen, ihre subjektiven Muster zu erkennen und Ansatzpunkte für Verhaltensänderungen zu finden.

 

Literaturverzeichnis: 

APA-Literaturverzeichnis

  • Ferrari, J. R. (1992). Procrastinators and perfect behavior: An exploratory factor analysis of self-presentation, self-awareness, and self-handicapping components. Journal of Research in Personality, 26(1), 75–84. https://doi.org/10.1016/0092-6566(92)90060-H

  • Steel, P. (2007). The nature of procrastination: A meta-analytic and theoretical review of quintessential self-regulatory failure. Psychological Bulletin, 133(1), 65–94. https://doi.org/10.1037/0033-2909.133.1.65

  • Steel, P., & Klingsieck, K. B. (2016). Academic procrastination: Psychological antecedents revisited. Australian Psychologist, 51(1), 36–46. https://doi.org/10.1111/ap.12173

  • Sirois, F. M., & Pychyl, T. A. (2013). Procrastination and the priority of short-term mood regulation: Consequences for future self. Social and Personality Psychology Compass, 7(2), 115–127. https://doi.org/10.1111/spc3.12011